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Ev. Kirchengemeinden Borgeln und Schwefe

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Visitation am 13. Mai 2013

Visitation der Ev. Kirchengemeinde Borgeln:

Am 13. Mai 2013 haben der Superintendent des Kirchenkreises Soest und ein kleines Team von Visitatoren aus dem Kreissynodalvorstand und dem Kirchenkreis gemäß der kirchlichen Ordnung unsere Gemeinde visitiert. Ein solcher Besuch dient dem gegenseitigen Austausch innerhalb des Kirchenkreises. An diesem einen Tag der Visitation werden das Leben und die Arbeit in der Gemeinde wahrgenommen, anliegende Fragen besprochen und Anregungen ausgetauscht. Was das Visitationsteam bei dem Besuch in unserer Kirchengemeinde über die direkten Begegnungen mit Einzelnen und in größeren Runden wahrgenommen hat, verdeutlicht folgender Kurzbericht.

 

Bericht von der Visitation der Evangelischen Kirchengemeinde Borgeln am 13. Mai 2013

Vielen Dank für die Gastfreundschaft, die wir bei Ihnen erlebt haben! Wir fühlten uns willkommen in einer lebendigen Gemeinde. Wenn man von Borgeln aus in die Runde schaut, sieht man viel Land (und das Uentroper Kraftwerk). Jedes Dorf hat eine eigene Prägung. Der "Stolz auf die eigene Kirche" ist gut zu begreifen. Wir nahmen auch die Stimmung wahr, dass wir weniger werden und älter und das soziale Gefüge zerbröckelt. Vereine schwächeln, sind auf Zusammenarbeit angewiesen. Befürchtet wird, dass auch Präsenz und Engagement der Pfarrer geschwächt wird. 

Das Presbyterium nimmt die Gemeinde kontinuierlich und einfühlsam auf dem Weg unausweichlicher Veränderungen mit. Die Pfarrerin und Pfarrer werden je in ihrer Art sehr geschätzt. Ihre Entlastung von organisatorischen und weniger vordringlichen Aufgaben sollte fortgeführt werden, um die Freiräume für kreative Predigtarbeit, Seelsorge und Begleitung der Ehrenamtlichen zu erhalten ggf. zu erweitern. Die Wahrnehmung der Dörfer als kirchliche Orte in der Gemeinde bietet hervorragende Anknüpfungspunkte, um ihr jeweiliges Potential und ihre unterschiedlichen Bedürfnisse zur Geltung zu bringen. Örtlich Verantwortliche gibt es erfreulicherweise. Es ist sinnvoll, sie in dieser Verantwortung auch strukturell zu bestärken und ihre Wirkungsräume angemessen darzustellen und zu entwickeln. Der Kindergarten Burgelon, dem Trägerverbund angeschlossen, ist gut am Gemeindeleben beteiligt und pflegt die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Grundschule. Die Entwicklung des Kindergartens mit den Unterdreijährigen, aber auch in seinem religionspädagogischen Profil sind auf gutem Weg. Für Jugendliche wird die Zusammenarbeit mit der Jugendkirche gepflegt, bleibt aber bei gelegentlichen Einsätzen.

Die Posaunenarbeit präsentierte sich mit überzeugender Dynamik als ein schönes Beispiel von Aufbrüchen in der Gemeinde. Sie verdient die Anerkennung auch der kirchenmusikalischen Profis und die kreiskirchliche Unterstützung. Sie sollte ermutigt werden, sich in der Region zu engagieren und weitere Mitglieder zu werben.

Ein weiterer Aktivposten ist der Förderverein. Er bringt seit 1997 erhebliche Mittel für die Kirche auf und fördert die Zusammenarbeit in der Gemeinde, z. B. mit dem Kindergarten. Der regelmäßige Austausch der Fördervereine in der Region sollte angestrebt werden, zur gegenseitigen Motivation, Unterstützung, Koordination. Die Haushaltslage der Kirchengemeinde ist schwierig. Sanierungsaufgaben sind ohne Förderverein und Zuschüsse nicht zu stemmen. Der Gebäudebestand ist in diesem Umfang und Zustand weder zu halten noch zu erhalten. Das alte Pastorat wird von den Borgelern mit eigenen Augen betrachtet. Die Überlegungen und Anstrengungen zur Umnutzung sind eindrucksvoll. Die Erhaltung der Kinderlehr ist angesichts des Bauzustandes und aller denkbaren Nutzungen für die Kirchengemeinde nicht mehr zu leisten.

Das Presbyterium ist in seinem Willen zur Veränderung sehr zu unterstützen. Eine Konzeption für den künftigen Gebäudebestand, seine Nutzung und wirtschaftliche Sicherung sollte entwickelt und mit den Gemeinden in der Region abgestimmt werden. Der Gebäudebestand muss seinen sinnvollen, profilierten Platz im Gesamtgefüge haben, mit dem regional differenziert gearbeitet werden kann. So kann die Gemeinde Borgeln ihr Eigenes einbringen. Dennoch sind für die langfristige Erhaltung der denkmalgeschützten Kirchen und Gebäude alle Gemeinden im Kirchenkreis auf die Unterstützung der Gesellschaft angewiesen. Aus eigener Kirchensteuerkraft ist diese Aufgabe nicht mehr zu bewältigen. Auf dem Weg der Vereinigung von Borgeln und Schwefe ist unverkennbar Vertrauen gewachsen. Das Borgeln etwas Eigenes ist, ist kein Störfaktor, sondern eine Vor-Gabe, die für die gemeinsame Entwicklung fruchtbar ist. Gleichzeitig sind die Optionen für die Bildung der Region in ihrem Bereich im Kontakt mit den Nachbargemeinden zu prüfen. So wird die attraktive, einfühlsame kirchliche Arbeit, die wir bei Ihnen sehen durften, sich segensreich weiter entfalten können.

Ich habe mich mit dem Visitationsteam über die aufgeschlossenen Begegnungen gefreut. Wir haben einen unmittelbaren Eindruck vom Engagement in Ihrer Gemeinde bekommen.

Die Visitation konnte natürlich keinen vollständigen Eindruck von der Gemeinde ergeben. Sie war eine Begegnung unterwegs mit viel Anlass zu Anerkennung und Dankbarkeit.

Gott möge das Leben und Arbeiten, das in dieser Gemeinde und über sie hinaus geschieht, auch weiterhin segnend begleiten.

 

Kreissynodalvorstandssitzung 10. Juli 2013

Soest, den 11. Juli 2013, für das Visitationsteam: Dieter Tometten

 

 

Gottesdienste

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